49-Euro-Ticket ist zu zaghaft und nicht sozial – Bund sollte sich Beispiel an Berlin nehmen

Zur Einführung des bundesweiten 49-Euro-Tickets als Nachfolge für das 9-Euro-Ticket

erklärt Kristian Ronneburg, Sprecher für Mobilität der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus:

„Das bundesweite 49-Euro-Ticket bringt leichte Verbesserungen für die Fahrgäste, ist aber in keiner Weise vergleichbar mit dem 9-Euro-Ticket. Auch soziale Staffelungen, wie sie DIE LINKE vorschlägt, finden sich im Beschluss von Bund und Ländern nicht wieder. Gut, dass Berlin einen eigenen Weg geht und die Berlinerinnen und Berliner im AB-Bereich mit der Fortführung des 29-Euro-Tickets und dem 9-Euro-Sozialticket ab Januar 2023 deutlich mehr entlastet.

Damit neben attraktiven Fahrpreisen auch der Ausbau des Nahverkehrs nicht zu kurz kommt, haben die Bundesländer beim Bund dafür geworben, dass die Regionalisierungsmittel erhöht werden. Diese sollen nun um eine Milliarde erhöht werden. Das ist weit entfernt von der eigentlichen Forderung der Bundesländer, die vor allem die steigenden Energiekosten geltend machen. Für die Jahre 2022 und 2023 verlangten die Länder aufgrund der gestiegenen Energiekosten 3,3 Milliarden Euro zusätzlich vom Bund. Außerdem wollten sie eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel um 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, um das Angebot zu erweitern. Mit der Erhöhung der Mittel um nur eine Milliarde Euro wird voraussichtlich der Status Quo aufrechterhalten werden, aber kein Ausbau stattfinden können. Das muss dringend korrigiert werden, denn die Verkehrswende braucht sowohl attraktive Fahrpreise als auch gute Nahverkehrsangebote, um den Umstieg vom Auto auf den Nahverkehr zu fördern.“