Rufbus heißt jetzt Muva – Mehr Mobilität für die Außenbezirke und mehr gleichberechtigte Mobilität

Seit Jahren arbeitet Rot-Grün-Rot an der Einführung eines neuen Rufbus-Systems in Berlin. Damit soll der öffentliche Nahverkehr mit einem neuen Angebot ergänzt werden. Ziel ist es ein attraktives Angebot für schlecht angeschlossene Gebiete zu schaffen, um als Zubringerverkehr zum ÖPNV-Netz zu dienen und neue Verbindungen zu schaffen. Am 15. September startet nun der neue Rufbus unter dem Namen „BVG Muva“ in Teilen der Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick.
„BVG Muva“ befördert nach Bedarf, Anfragen werden gebündelt und Fahrten kombiniert. Es können dabei gezielt barrierefreie Fahrzeuge gebucht werden, denn ein wichtiges Ziel des neuen Fahrdienstes ist es vor allem auch mobilitätseingeschränkten Personen gleichberechtigt Mobilität zu ermöglichen. Mit dem zusätzlichen Service „Aufzugersatz“ sollen nicht nutzbare Zugänge zu Bahnhöfen, fehlende oder defekte Aufzüge ausgeglichen werden. Der „BVG Muva“ fährt zunächst als Aufzugersatz entlang der U8 und Teilen der U5. Nach der Pilotphase ist eine berlinweite Einführung in Planung.

Bediengebiet des Muvas


Dazu erklärt der Sprecher für Mobilität der Linksfraktion, Kristian Ronneburg:
„Nachdem der Berlkönig leider genau dort eingesetzt worden ist, wo es bereits ein gutes Mobilitätsangebot gibt, haben wir nun mit dem neuen Rufbus – BVG Muva – einen Fahrdienst, der tatsächlich die Außenbezirke abdeckt und es ermöglicht, dass Angebotslücken im Nahverkehrsnetz geschlossen werden. Es freut mich vor allem, dass wir in den östlichen Bezirken Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf starten. Die Einführung darf jedoch nicht dazu führen, dass die Pläne für den weiteren Ausbau des Linienverkehrs zurückgestellt werden. Es braucht weiterhin den Ausbau von Bus und Straßenbahn mit einem attraktiven Takt und einem verlässlichen Fahrplan. Auch die gleichzeitige Einführung des „Aufzugersatzes“ unterstreicht unseren Schwerpunkt in der Verkehrspolitik Mobilität abzusichern, Barrierefreiheit herzustellen und Teilhabe zu ermöglichen. Dieses Angebot muss so schnell wie möglich erweitert werden.“