Weiterhin keine Förderung für eine Multifunktionshalle in den „Gärten der Welt“

Die Realisierung einer Multifunktionshalle auf dem Gelände der „Gärten der Welt“ wird schon seit Jahren versprochen und tatsächlich schien eine Realisierung in dieser Legislaturperiode denkbar. Diese Pläne wurden jedoch überschattet durch jahrelange Diskussionen zwischen den beteiligten Senatsverwaltungen (Umwelt, Verkehr, Klimaschutz sowie Wirtschaft, Energie, Betriebe) und der Grün Berlin GmbH.

Ursprünglich vorgesehen war die Realisierung einer Multifunktionshalle mit 3.000 m², die die Dauer-Ausstellung „Mikrokosmos Garten“ und auf 1.600 m² eine flexibel nutzbare Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche beherbergen sollte. Darüber hinaus war vorgesehen zur Entlastung der Parkplatzsituation in den umliegenden Wohngebieten bis zu 700 Stellplätze in dem neuen Gebäude zu schaffen.

Das Konzept wurde überarbeitet, es fanden weitere Gespräche statt, doch offenbar ohne jegliches positives Ergebnis für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf und die Anwohnerinnen und Anwohner der Gärten. Dies belegt eine Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg, die durch die Grün Berlin GmbH beantwortet wurde. Demnach werde das Projekt derzeit infolge nicht vorhandener Finanzierungsabsicherung nicht weiterbearbeitet. Dies liegt darin begründet, dass die in Aussicht gestellte GRW-Förderung hinsichtlich der Förderkriterien nicht kompatibel sei mit dem Konzept, das auch Stellplätze für PKW und Busse vorsieht.

Dazu erklären Steffen Ostehr, Wahlkreiskandidat für Hellersdorf-Nord, und Kristian Ronneburg, direkt gewählter Abgeordneter für Hellersdorf-Süd/Kaulsdorf-Nord:

„Es ist nicht zu erklären wie nach Jahren der Debatte im Senat mit der Grün Berlin GmbH noch immer kein förderfähiges Konzept zur Realisierung der versprochenen Multifunktionshalle vorliegt. Eine solche Halle würde die „Gärten der Welt“ stärken, die mehr Möglichkeiten brauchen, um Gäste auch bei schlechtem Wetter anzuziehen. Dies kann vor allem über Bildungs- und Ausstellungsprojekte realisiert werden. Obendrein kann damit auch ein Problem angegangen werden, das nach der Pandemie und im Zuge der Lockerungen wieder auftreten wird: der enorme Parkdruck durch auswärtige Besucherinnen und Besucher. Wir treten für den Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner ein. Die Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sehen wir nun in der Pflicht die Multifunktionshalle über den Landeshaushalt komplett abzusichern. Wir werden im Bezirk und im Abgeordnetenhaus darauf drängen.“

Die vollständige Anfrage und die Antworten des Senats finden Sie hier.