Neues Wohngebiet an der Bisamstraße braucht angemessenen ÖPNV

In Mahlsdorf-Nord, insbesondere zwischen Landsberger Straße, Dürergärten und Bisamstraße entstand in den letzten Jahren ein neues Wohngebiet, das weiter entwickelt wird. Im Rahmen des geltenden Bebauungsplans möchte die degewo an der Bisamstraße den Bau von Stadtvillen (200 Wohnungen, 50 % Förderung mit maximal zwei Vollgeschossen plus einem Staffelgeschoss), genossenschaftliches Wohnen (etwa 80 Wohnungen) sowie eine Einfamilienhausbebauung im Erbpachtmodell (ca. 44 Grundstücke) ermöglichen. Eine Kita mit 80 Plätzen wurde an der Stralsunder Straße errichtet und auch der Bau einer neuen Integrierten Sekundarschule ist bis Sommer 2023 ist geplant. Um den Entwicklungen gerecht zu werden, sollte die Streckenführung der Buslinie 395 überarbeitet werden.

Ein Antrag der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf wurde im November 2020 beschlossen, doch leider lehnt die BVG das Ansinnen bisher ab, wie aus einem Bericht an den Hauptausschuss hervorgeht.

Dazu erklären Stefanie Wagner-Boysen, Direktkandidatin für den Abgeordnetenhaus-Wahlkreis Kaulsdorf-Süd und Mahlsdorf und Kristian Ronneburg, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus:

„Ein angepasstes Linienkonzept der BVG für die Landsberger Straße und Bisamstraße ist aus Sicht der LINKEN überfällig. Die BVV hat unseren Vorschlag für eine Anpassung von der Lemkestraße (die aufgrund der Sanierung über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehen wird) hin zur Landsberger Straße zugestimmt, um das neu entstandene und sich in der Entwicklung befindliche Gebiet besser zu erschließen. Bisher lehnt die BVG den Vorschlag ab, ohne Alternativen zu nennen. Wir hoffen, dass wir noch ins Gespräch darüber kommen, denn nicht nur für die heutigen und künftigen Bewohner:innen, sondern auch die Schüler:innen brauchen wir ein attraktives ÖPNV-Angebot mit dem Bus.“