Freiflächen am Auerbacher Ring für Schule und Sport sichern!

Die große Freifläche am U-Bahnhof Cottbusser Platz zwischen Auerbacher Ring, Maxie-Wander-Straße und Carola-Neher-Straße kennen fast alle Hellersdorferinnen und Hellersdorfer. Hier standen zwei Schulen, ein richtiges Band der Infrastruktur war hier im und für das Wohngebiet entstanden. Nur noch eine Sporthalle und gegenüber das frühere Gymnasium sind davon noch übrig. Die beiden Schulen wurden in Zeiten des Geburtenrückgangs abgerissen. Das Grundstück soll nun wieder für Schule und Sport genutzt werden.

Zur Nutzung der Fläche gibt es seither viele Pläne. 2013 hatte das Bezirksamt die Fläche im sogenannten Wohnungsmarktentwicklungskonzept als Wohnungsbaustandort ausgewiesen. Erst war von einem weiteren Standort für Reihenhäuser die Rede, wie sie bereits südlich der heutigen Unterkunft für geflüchtete Menschen entstanden sind. Auch ein Kunstcampus mit vielen Atelier- und Wohnhäusern war bereits in ersten Planungen im Gespräch und auch eine große Wohnbebauung war denkbar.

Nun hat sich das Bezirksamt entschieden, die Fläche für den Gemeinbedarf zu sichern. Das heißt, dass dieses Grundstück für den Neubau von Schule, Sportanlagen oder anderen Bildungseinrichtungen vorgehalten wird. Weitere Wohnbauten hat die Bezirksverordnetenversammlung abgelehnt. Das Bezirksamt trägt damit dem wachsenden Bedarf an sozialer Infrastruktur im Bezirk Rechnung.

Dazu erklärt Kristian Ronneburg, Wahlkreisabgeordneter für Hellersdorf-Süd/Kaulsdorf-Nord:

„Hellersdorf-Süd braucht dringend zusätzliche Grundstücksreserven. Die Vorhalteflächen sind aufgebraucht. Bei dem steigenden Bedarf an Schulplätzen wird schon der Kauf von Flächen gefordert. Hier muss jede mögliche Vorhaltefläche auch gesichert werden. Schulen, Kindergärten, Grün- und Erholungsflächen müssen auch zukünftig im Kiez erhalten bleiben und neue geschaffen werden können. Daher freue ich mich besonders, dass das Bezirksamt sich gemeinsam für die Sicherung dieser großen Fläche für den Gemeinbedarf entschieden hat. In den vergangenen Jahren hat der Bezirk eine enorme Leistung beim Bau von bezahlbarem Wohnraum vollbracht. Nun muss auch die soziale Infrastruktur in den Stadtteilen nachziehen. Wir wollen nicht die gleichen Fehler eines früheren Bezirksamtes machen, als beispielsweise die beiden Schulflächen im Havelländer Ring aufgegeben wurden.“

Immobilienstadträtin Juliane Witt ergänzt:

„Aktuell sind die Flächen im Besitz des Bezirks und es ist gut, dass hier sorgfältig überlegt wird. Die Sicherung von Infrastrukturflächen hat Vorrang vor der Vergabe für Wohnungsbau. Wir werden die Fläche als Vorhaltefläche für Schule und Bildung im Rahmen der Daseinsvorsorge sichern. Mit dem Jugendclub U5 und der Entwicklung der Sportanlage wird hier wieder Platz sein für eine wohnortnahe Infrastruktur für die Familien.“.