Gebäude und Grundstück im Teterower Ring 168 sollen wieder sozial genutzt werden

Teterower

Grundstück und Gebäude Teterower Ring 168, Bildquelle: google-maps

Das Gebäude und das Grundstück des ehemaligen Jugendklubs Titanic und des Stadtteilzentrums Hellersdorf-Süd im Teterower Ring 168 werden wieder einer sozialen Nutzung zugeführt. Das Bezirksamt hat gestern beschlossen, eine Teilung des Grundstücks und eine Direktvergabe in Erbbaupacht zum einen an den Träger „Wuhlewanderer“ und zum anderen an die „Rollmops – soziale Dienste gGmbh“ vorzunehmen. Dem war eine jahrelange Suche nach einer sinnvollen Nutzung der Ruine und der angrenzenden Fläche voraus gegangenen. Wie Bezirksstadträtin Juliane Witt gestern mitteilte, wird voraussichtlich ein 300qm großer Kindergarten als Neubau mit Außenbereich auf einer Teilfläche des Geländes (2.070qm) entstehen. Der Verein hat bereits mehrere Einrichtungen im Bezirk, u.a. sechs Kindergärten. Im Bestandsgebäude, einem Kindergarten-Bau aus DDR-Zeiten, und unter Einbeziehung der anderen Teilfläche (ca. 4.792qm), wird die „Rollmops gGmbH“ einen generationsübergreifenden Pflegewohnbereich einrichten.

Dieser Beschluss steht unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch das Abgeordnetenhaus.

Hierzu erklärt der Wahlkreisabgeordnete für Hellersdorf-Süd und Kaulsdorf-Nord, Kristian Ronneburg:

„Ein Ende des „Dornröschenschlafs“ für die Ruine im Teterower Ring ist endlich in Sicht. Ein Kindergarten und eine Pflegeeinrichtung für alle Generationen sind eine gute Entwicklungsperspektive für das lange brachliegende Grundstück. Gleichzeit macht dieses Beispiel deutlich, wie bei einem bereits dicht bebauen Wohngebiet eine Nachverdichtung mit Wohnungen verhindert und die soziale Infrastruktur im Kiez gestärkt werden kann. Auch beim Teterower Ring haben wir es mit einem engen Innenhof zu tun, der eine Nachverdichtung mit Wohnraum kaum verträgt. Die Anstrengungen des Bezirksamtes eine sinnvolle, für den Stadtteil wichtige Nutzung des Gebäudes und des Grundstücks zu finden, haben sich gelohnt. Besonderer Dank gilt hierbei der für Stadtentwicklung zuständigen Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle, dem Jugendstadtrat Gordon Lemm und Immobilienstadträtin Juliane Witt. Letztere hatte diesen Prozess von Anfang begleitet und immer wieder für eine kiezorientierte Nutzung des Geländes geworben.

Auch für andere, vergleichbare Innenhöfe, die bisher als Bauflächen ausgewiesen sind, sollte gelten, dass dringend eine erneute Prüfung durch die Fachämter vorgenommen werden muss. Es muss erneut abgewogen werden, ob das jeweilige Grundstück für die soziale und ökologische Nutzung gebraucht wird. Eine unverträgliche Nachverdichtung kann damit ausgeschlossen, eine Entwicklung der Grundstücke im Sinne des ganzen Kiezes forciert werden. Der Bezirk kann auf keine Flächen mehr verzichten.“