Ärztehaus an der Hellerdorfer Straße 89 wird abgerissen – Planungen des Eigentümers noch nicht bekannt

Aerztehaus01Viele Anwohnerinnen und Anwohner an der Hellersdorfer Straße und der Ehm-Welk-Straße sind über den Zustand des ehemaligen Ärztehauses an der Hellersdorfer 89 seit einiger Zeit verärgert. Seit dem Leerzug gab es immer wieder Probleme mit Vandalismus und ausbleibenden Reaktionen des Eigentümers. Erst nach Beschlussfassung eines Antrags der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf sah sich der Eigentümer dazu veranlasst seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und das Gelände zumindest einzuzäunen.

Auf Anfrage der Linksfraktion erklärte das Bezirksamt im November 2017, dass der Eigentümer am Standort den Bau von ca. 800 Apartments für Studierende plant. Das Bezirksamt stellte aber ebenso auf Anfrage fest, dass dieses Vorhaben aufgrund seiner Größe nur im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens umsetzbar sei. Das heißt, dass das Bezirksamt zunächst ein solches Verfahren einleiten muss, um genau festzulegen, welche Art von Bebauung und in welcher Größe dort vertretbar ist. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit hierbei mitzureden. Ein Bebauungsplan wird öffentlich ausgelegt und Anwohnerinnen und Anwohner können ihre Meinung abgeben und ggf. auch den Planungen widersprechen. Im weiteren Verlauf werden auch Behörden und weitere betroffene Stellen einbezogen. Danach werden die Einwendungen geprüft und die Planungen ggf. angepasst. Erst dann kann der Eigentümer ein Vorhaben umsetzen.

Nun hat der Abriss des ehemaligen Ärztehauses tatsächlich begonnen. Dazu erklärt Kristian Ronneburg, Wahlkreisabgeordneter für Hellersdorf-Süd/Kaulsdorf-Nord:

23804588_1726143284065526_704542305_n“Auf meine Nachfrage hat das Bezirksamt erklärt, dass es keine Informationen darüber habe, ob der Eigentümer möglicherweise das Grundstück verkaufen oder neu bauen wolle. Den ursprünglichen Plan des Eigentümers, dort Wohnungen für Studierende zu bauen, halte ich für begrüßenswert. Was wir allerdings brauchen, ist vor allem bezahlbarer Wohnraum für Studierende sowie für Auszubildende. Für überzogen halte ich die Zahl von 800 Apartments. Ein neuer Bau muss sich verträglich in die Umgebungsbebauung einfügen. Dafür werde ich mich einsetzen.”

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