Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete an der Zossener Straße in Hellersdorf wird freigezogen und zurückgebaut

tempohome-zossener-Strasse-01Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete an der Zossener Straße in Hellersdorf gehört als „Tempohome“ zu jenen Standorten, die als Wohncontaineranlagen für Unterbringungszwecke seit Mai 2016 in Berlin errichtet wurden. Die Nutzung der „Tempohomes“ war ab Betriebsbeginn in der Regel für einen Zeitraum von 3 Jahren vorgesehen. Der Standort Zossener Straße befindet sich auf dem Areal, das zum „Gut Hellersdorf“ gehört. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU plant dort den Bau eines neuen Quartiers mit Wohnungen und Kitas.

Damit die GESOBAU im Februar 2022 mit den Bauarbeiten beginnen kann, benötigt sie die Baufreiheit auf dem Grundstück zum Oktober 2019. Voraussichtlich wird daher im Herbst 2019 der Umzug der dort untergebrachten Geflüchteten erfolgen, die vorrangig in sozialraumnahen Unterkünften danach untergebracht werden sollen. Die Detailplanung übernimmt das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) mit dem Ziel individuell geeignete Unterkünfte zu vermitteln.

Unterdessen hat die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) bereits vorbereitende Maßnahmen für den Rückbau getroffen, der sich an den Freizug der Unterkunft anschließen würde. Der Rückbau wird voraussichtlich etwa sechs Monate dauern. Dieser Zeitraum kann sich aufgrund der standortspezifischen Bedingungen jedoch auch verkürzen oder verlängern.

Für die Nachnutzung der vorhandenen Tempohome-Container gibt es noch keine detaillierten Auskünfte. Es gibt eine Reihe von Bedarfsmeldungen sowohl von unterschiedlichen Behörden als auch von Privaten. Über die Verwendung ist noch zu entscheiden, da die Eignung der Container im Hinblick auf die beabsichtige Nutzung jeweils geprüft werden muss. Vorhandene Spielgeräte sollen soweit möglich im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verbleiben. Für die weitere Verwendung laufen aktuell die Abstimmungen zwischen dem Bezirksamt und der BIM.

Dazu erklärt Kristian Ronneburg: „Die Unterkunft an der Zossener Straße in Hellersdorf war eines der ersten „Tempohomes“, die in Berlin 2016 errichtet wurden. Der Bau geschah auch vor dem Hintergrund des notwendigen Freizugs von Sporthallen, die als Notunterkünfte im Bezirk bereitgestellt wurden. Freizug und Rückbau der Unterkunft werden nun, wie angekündigt, nach Auslaufen der dreijährigen Genehmigung erfolgen. Ich möchte mich ausdrücklich beim Träger der Einrichtung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihre Integrations- und Gemeinschaftsarbeit bedanken. Im Rahmen des Wohnungsneubauprojekts „Gut Hellersdorf“ werden auf dem Areal bald Wohnungen und Kitas entstehen. Teile der geschaffenen Infrastruktur werden dem Bezirk erhalten bleiben. Vorhandene Spielgeräte sollen weiter in Marzahn-Hellersdorf verbleiben und auch die Container werden dahingehend geprüft, ob sie für verschiedene soziale Zwecke verwendet werden können. Diese Initiative hat die Linksfraktion erfolgreich in die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf eingebracht.“

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