Grundstück für die Freiwillige Feuerwehr Mahlsdorf – TLG muss sich bewegen

20180106_121500Die Freiwillige Feuerwehr in Mahlsdorf braucht endlich Klarheit über den Neubau ihrer Wache. Seit Jahren wird darüber diskutiert. Ein geeignetes Grundstück ist im Besitz der Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG) vorhanden. Diese möchte das Grundstück allerdings nur dann an das Land verkaufen, wenn der Bezirk im Gegenzug die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein sogenanntes Mischgebiet vor Ort schafft. Damit könnte die TLG die angrenzenden Grundstücke, die bisher als reines Gewerbegebiet deklariert sind, auch für den Wohnungsbau nutzen. Dies wird derzeit allerdings vom Bezirks strikt abgelehnt.

Zur Diskussion um einen neuen Standort für die Freiwillige Feuerwehr Mahlsdorf erklärt Kristian Ronneburg, Mitglied des Abgeordnetenhauses und direkt gewählter Abgeordneter in Hellersdorf-Süd/Kaulsdorf-Nord:

Ich fordere die TLG auf, ihren Widerstand gegen den Verkauf des Grundstücks für die Feuerwehr endlich aufzugeben. Die Treuhand sollte sich ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern bewusst sein. Die Immobilien entstammen immerhin früherem Eigentum der DDR und waren damit faktisch Eigentum der Bürgerinnen und Bürger.

Ebenfalls muss der Bezirk über die weitere Entwicklung der Grundstücke zwischen der Straße An der Schule und der Landsberger Straße neu nachdenken. An der Straße An der Schule sind in den vergangenen Jahren viele Wohnungen entstanden, eine neue Oberschule befindet sich in Bau. Zu argumentieren, dass gegenüberliegend kein Wohnungsbau möglich sei, ist fragwürdig. Bezirk, Land und TLG müssen aufeinander zu gehen, um die dringend benötigte Feuerwache zu errichten und gleichermaßen mit der TLG eine Entwicklung der Liegenschaften im Sinne des Bezirks zu ermöglichen.

Der Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung in Marzahn-Hellersdorf behandelt derzeit einen Antrag der Linksfraktion, dem auch CDU und SPD beigetreten sind. Darin fordert die Fraktion die Festsetzung des Gebiets als Mischgebiet und würde somit der TLG entgegen kommen. Ob es zu einer Beschlussfassung kommt, hängt auch von der TLG selbst ab. Bis es hierzu eine einvernehmliche Klärung zwischen den Beteiligten gibt, wird der Antrag nach Auskunft der Linksfraktion vertagt.

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