Entwicklung der ambulanten Versorgung in Marzahn-Hellersdorf

Wie hat sich der Versorgungsgrad mit Ärzten in Marzahn-Hellersdorf seit 2014 entwickelt? – Danach wurde der Berliner Senat befragt. Die Statistik zeigt dabei leider teilweise deutliche negative Entwicklungen. Seit 2014 gab es mit zwischenzeitlichen positiven Entwicklungen Rückgänge im Versorgungsgrad vor allem bei Urologen (2014: 134,85%, 2018: 109,82%) sowie bei Hausärzten (2014: 105,65%, 2018: 97,95%), Kinderärzten (2014: 125,59%, 2018: 116,43%), Frauenärzten (2013: 94,09%, 2018: 84,88%) und HNO-Ärzten (2014: 95,43%, 2018: 91,34%). Leichte negative Entwicklungen gab es in den letzten Jahren bei Augenärzten (2014: 97,79%, 2018: 95,20%) und Chirurgen (2014: 141,88%, 2018: 140,32%).

Leichte positive Veränderungen gab es bei Orthopäden (2014: 96,80%, 2018: 98,72%) und Nervenärzten (2014: 90,72%, 2018: 91,44%). Den größten Zuwachs gab es bei Psychotherapeuten (2014: 42,95%, 2018: 60,66%) und Hautärzten (2014: 69,78%, 2018: 82,15%)

Als bedarfsgerecht im Sinne der bundesweit gültigen Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses wird jeweils ein Versorgungsgrad von 100% angesehen. Somit ist die Versorgung in Marzahn-Hellersdorf nicht bedarfsgerecht bei
Hausärzten, Psychotherapeuten, Augenärzten, Hautärzten, HNO-Ärzten, Orthopäden, Nervenärzten und Frauenärzten.

Dazu erklärt Kristian Ronneburg: „Die Zahlen hinsichtlich des Versorgungsgrades mit Ärzten in Marzahn-Hellersdorf geben Anlass zur Sorge. Nur im Bereich der Arztgruppen der Psychotherapeuten sowie bei Hautärzten konnten Zuzüge verzeichnet werden. Lediglich die Versorgung mit Kinderärzten, Chirurgen und Urologen ist offiziell bedarfsgerecht. Bei Hausärzten ist der Versorgungsgrad seit 2017 nicht mehr bedarfsgerecht. Die Entwicklung zeigt, dass die Selbstverwaltung von Krankenkassen und Kassenärztlicher Vereinigung (KV) die Probleme nicht löst und wir ein Mitspracherecht des Landes bei der Bedarfsplanung, der Zulassung und der Verteilung von Ärzten in Berlin brauchen.“

Für detaillierte Informationen finden Sie im Folgenden die komplette Anfrage und die Antworten des Senats dazu: 16.05.19 > Entwicklung der Ambulanten Pflege in Marzahn Hellersdorf

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