Senat prüft Seilbahn an den „Gärten der Welt“ als öffentliches Verkehrsmittel

Die Seilbahn gehörte zu den größten Attraktionen der IGA 2017. Die Verbindung von der Hellersdorfer zur Marzahner Seite über den Kienberg war sowohl als Attraktion als auch ergänzende Erschließung für das IGA-Gelände konzipiert. Mit dem Vertrag wurde vereinbart, dass die Seilbahn nach der IGA privat weiterbetrieben wird. Bis 2020 hat die Grün Berlin GmbH mit dem Betreiber der Seilbahn die Preise für die Einzeltickets für die Seilbahn sowie die Kombi-Tickets für die Gärten der Welt verhandelt.

Wie es danach mit der Seilbahn weitergehen soll, ist offen. DIE LINKE in Marzahn-Hellersdorf hat sich seit 2017 dafür eingesetzt, dass der Senat ernsthaft prüft, ob die Seilbahn in den öffentlichen Personennahverkehr integriert werden kann. Nach anfänglicher Skepsis, sagte der damals zuständige Staatssekretär für Verkehr, Jens-Holger Kirchner, dies zu. Ernüchterung kam jedoch auf, nachdem der Entwurf des Senats für den Nahverkehrsplan 2019-2023 im Sommer 2018 veröffentlicht wurde. In dem Entwurf wurde einem Seilbahn-Betrieb als ÖPNV eine Absage erteilt. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass der Senat diese Aussage überdenkt. Heute beschließt der Senat den überarbeiteten Nahverkehrsplan, in dem nun doch vorgesehen ist, dass während der Laufzeit des Nahverkehrsplans bis 2023 eine Prüfung stattfinden soll.

Dazu erklärt Kristian Ronneburg:

„Es freut mich sehr, dass der Entwurf für den Nahverkehrsplan korrigiert wurde und nach dem Beschluss des Senats nun doch die Voraussetzungen für eine Einbindung der Seilbahn an den „Gärten der Welt“, die Marzahn und Hellersdorf miteinander verbindet, in das ÖPNV-Angebot geprüft werden sollen. Berlin hätte sonst eine Chance verpasst, Seilbahnen auch als öffentliches Verkehrsmittel – nicht nur als Attraktion – zu begreifen. Wie die Prüfung auch ausgehen wird, die rot-rot-grüne Koalition wird sich in jedem Fall für den dauerhaften Weiterbetrieb der Seilbahn einsetzen. Ich werde die weiteren Prüfschritte des Senats aufmerksam begleiten.“

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