Sanierung der Wuhletalbrücke nicht mehr möglich – Ersatzneubau in Planung

Wuhletalbruecke_Strasse

Bildquelle: wikipedia

Seit Monaten ist die Marzahner Wuhletalbrücke, welche die Märkische Allee über die Wuhletalstraße führt, teilweise gesperrt. Die Brücke befindet sich in keinem guten Zustand, doch Bauarbeiten fanden nicht statt. Auf Anfrage erklärte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nun, dass Untersuchungen gezeigt hätten, dass aufgrund der Bauwerkskonstruktion keine Instandsetzungsmaßnahmen möglich wären.

Die Senatsverwaltung hat daher entschieden Planungen für einen Ersatzneubau zu initiieren. Bisherige Sperrungen auf der Brücke sollen bis zum Ersatzneubau erhalten bleiben, jedoch schließt der Senat aufgrund des Zustands des Bauwerks nicht aus, dass auch Einschränkungen auf der noch unter Verkehr befindlichen Brückenhälfte notwendig werden könnten.

Der Senat hat nun eine Grundlagenermittlung für eine europaweite Ausschreibung der

Planungsleistungen für den Ersatzneubau der Wuhletalbrücke aufgenommen. Es ist etwa mit einer zweijährigen Planungszeit zu rechnen. Ein realistischer Baubeginn wird erst nach Vorlage der Entwurfsunterlagen vorliegen. Vor 2021 ist mit einem Baubeginn nicht zu rechnen.

Dazu erklärt Kristian Ronneburg:

„Dass keine Sanierung der Wuhletalbrücke mehr möglich ist, ist eine neue Erkenntnis. Es besteht die Gefahr, dass möglicherweise die gesamte Brücke gesperrt werden muss. Dies würde auf der viel befahrenen Märkischen Allee zu noch mehr Problemen führen. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, die BVG und die Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sollten nun die Zeit nutzen, um ein Verkehrskonzept für den Marzahner Norden zu erarbeiten, das im Falle einer Sperrung der Brücke zum Tragen kommen könnte. Ungenügend vorbereitete Notfalllösungen sollten vermieden werden.

Bei der Realisierung des Neubaus sollte die Einrichtung einer S-Bahnstation Wuhletalstraße mit bedacht werden. Weiterhin müssen die Planungen auch die Verlängerung der Straßenbahn nach Hohenschönhausen mit einer Umstiegsmöglichkeit an der genannten S-Bahnstation berücksichtigen.“

Die vollständige Anfrage und die Antworten des Senats finden Sie hier.

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