Spielplatzsituation in Marzahn-Hellersdorf zeigt exemplarisch, dass Verbesserungen auf Landesebene dringend notwendig sind

Spielplatz_Marzahn

(Bildquelle: wikipedia)

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gibt es aktuell 147 öffentliche Spielplätze. Aus einer aktuellen Anfrage geht hervor, dass das Bezirksamt alle Spielplätze als grundsätzlich verkehrssicher und nutzbar einschätzt. Aktuell gibt es keinen öffentlichen Spielplatz, der aufgrund des Sanierungsbedarfs nicht nutzbar wäre. 15 Spielplätze sind nur eingeschränkt nutzbar.

Zur aktuellen Situation der Spielplätze in Marzahn-Hellersdorf erklärt Kristian Ronneburg:

In den letzten fünf Jahren wurden 11 öffentliche Spielplätze aus verschiedenen Förderprogrammen saniert bzw. neu gebaut: Boschpoler Platz (Kinder- und Spielplatzsanierungsprogramm, KSSP), Lauinger Straße (Entwicklungsgebiet Biesdorf-Süd), Burkhardweg (KSSP), Wiesenpark (Sondermittel IGA), Stadtgarten Biesdorf (Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt, SIWANA), Ullrichplatz (SIWANA), Lehnitzplatz (SIWANA), Am Moosbruch (SIWANA), Dürergärten (Investitionsplanung), Albert-Kunz-Straße (KSSP), Landsberger Straße (Stadtumbau), BMX Bahn Albert-Kunz-Straße (KSSP).

Aktuell plant das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf die Sanierung bzw. den Neubau an fünf Standorten: Kiez-Park (Stadtumbau-Ost), Sella-Hasse-Straße (Baufonds Soziale Stadt),
Dingolfinger Straße (Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung, BENE), Paul-Schwenk-Straße (Soziale Integration), Spielplatz am Fair (aktive Stadtteilzentren).

Weitere Vorhaltestandorte für Spielplätze listet das Soziale Infrastruktur-Konzept (SIKo) des Bezirks auf. Eine Finanzierung dieser Standorte steht unter einem Finanzierungsvorbehalt. Angesichts des Sanierungsbedarf von 9,3 Mio. EUR an 46 Spielplätzen im Bezirk wird das Ausmaß der Herausforderung Spielplätze einerseits zu sanieren und neu zu bauen deutlich.

Da natürlich nicht nur der Bedarf in Marzahn-Hellersdorf weiter wachsen wird, ist dringend ein eigenständiges berlinweites Programm für die Spielplätze notwendig. Der Senat muss die Bezirke beim Erhalt und der Schaffung neuer Spielplätze stärker unterstützen, um die Defizite zwischen und in den Bezirken auszugleichen, Sanierungsbedarfe zu ermitteln, die Fachplanung über zusätzliche Stellen sicherzustellen und die Barrierefreiheit auszubauen.

Auch gesonderte Bedarfe wie Planschen und Wasserspielplätze müssen künftig stärker berücksichtigt werden. Die rot-rot-grüne Koalition wird sich dafür einsetzen.

Die vollständige Anfrage und die Antworten des Senats finden Sie hier.

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