Ortsumfahrung Ahrensfelde – Wie geht es weiter nach der Einigung zwischen Berlin und Brandenburg?

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Unlängst hatte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf verkündet, dass es nach jahrelangem Stillstand eine Einigung zwischen Berlin und Brandenburg hinsichtlich der Finanzierung des „gedeckelten Trogs“ für die geplante Ortsumfahrung Ahrensfelde geben soll.

Für mich war das Anlass genug, den Berliner Senat dazu offiziell zu befragen. Der Senat erklärt in seiner Antwort, dass das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin übereingekommen sind, dass die auf Berliner Gebiet erforderliche Streckenführung der Ortsumfahrung Ahrensfelde der B 158 über die Klandorfer Straße in Marzahn erfolgt und die Trasse dort in einem abgesenkten Trog geführt wird, der gedeckelt wird. Die Mehrkosten hierfür gegenüber einer ebenerdigen Lösung, die eine ca. 6 m hohe Schallschutzmauer erfordern würde, betragen zirka 10 Millionen Euro, die von Brandenburg und Berlin hälftig getragen werden.

Heißt das, dass die Ortsumfahrung Ahrensfelde in dieser Variante nun bald kommen wird? Nein. Das Planfeststellungsverfahren wurde am 16.9.2011 eingeleitet. Zwischenzeitlich kam das Verfahren durch die Differenzen zwischen den Behörden zum Stillstand. Nach der nun erfolgten Erklärung von Berlin und Brandenburg sind vor Wiederaufnahme des Planfeststellungsverfahrens die Planungsunterlagen zu aktualisieren. Notwendig für die Aktualisierung der Planung ist wiederum erst eine
Verständigung mit dem Bundesverkehrsministerium. Vor diesem Hintergrund äußert sich der Senat aktuell nicht zu alternativen Vorschlägen für die Trassenführung (z.B. über die Wuhletalstr./Kemberger Str.). Die weiteren Entwicklungen bleiben
also erst einmal abzuwarten. Fest steht, dass sich DIE LINKE für eine bürgerfreundliche Variante einsetzt. Ich werde mich dafür einsetzen, dass ebenso wie bei den Planungen für die Tangentialverbindung Ost (TVO) auch ein Planungsbeirat für die Ortsumfahrung Ahrensfelde gebildet wird. Die Betroffenen und Fachverbände sollten an einem Tisch mit den Planern sitzen

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